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George Romero ist wieder aufgetaucht

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George Romero ist wieder aufgetaucht
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Gehacktes im Schlussverkauf – Dawn of the Dead

dawn_of_the_deadthumb.jpgIn seinem zweiten Zombiefilm, „Dawn of the Dead“ schenkte George Romero der Sozialkritik größere Aufmerksamkeit und verwendete Stilmittel der Satire, um diese Kritik an den Zuschauer zu transportieren. Der größte Teil der Handlung spielt in einem Einkaufszentrum auf der grünen Wiese. Die Helden – zwei Mitglieder einer Sondereinheit zur Zombiebedezimierung, ein Hubschrauberpilot und eine Fernsehjournalistin – verbarrikadieren sich dort. Die lebenden Leichen, die zuvor noch durch die Geschäfte taumelten, werden rasch entsorgt und ausgesperrt.

Die Shopping Mall und der Einfluss auf den American Way of Life stehen im Zentrum von „Dawn of the Dead“. Niemand im Film kann sich dem Konsumrausch entziehen – nicht einmal die Zombies:

Francine Parker: They're still here.
Stephen: They're after us. They know we're still in here.
Peter: They're after the place. They don't know why, they just remember. Remember that they want to be in here.
Francine Parker: What the hell are they?
Peter: They're us that's all, when there's no more room in hell.
Stephen: What?
Peter: Something my grand-dad used to tell us. You know Mucumba? Voodoo. My grand-dad was a priest in Trinidad. He used to tell us, “when there's no more room in hell, the dead will walk the earth.”

Nach dem Sonnenaufgang kommt der „Day of the Dead“

day_of_the_deadthumb.jpgUnd dieser zentrale Gedanke aus „Dawn of the Dead“ wird im dritten Teil, „Day of the Dead“, noch weiter ausgeführt und zur Entfaltung gebracht. In „Day of the Dead“ ist die Apokalypse beinahe komplett. Die anscheinend einzigen Überlebenden haben sich in einem unterirdischen Bunker verschanzt: Militärs, Zivilisten und Wissenschaftler sind auf engstem Raum zusammengepfercht. Die Stimmung ist gereizt, da alle drei Gruppen völlig uneins sind, wie mit der Situation umgegangen werden soll. Die Zivilisten wollen mit dem Hubschrauber fliehen, die Militärs die Zombies ausrotten – und der Wissenschaftler Dr. Logan will die Zombies resozialisieren.

Da Zombies nur instinktiv handeln, müssen sie erzogen werden können, so Logans These. Eines seiner Versuchsobjekte, von Logan Bub genannt, macht auch überraschende Fortschritte und scheint sich an sein Leben vor dem Tod zu erinnern. Doch die Spannungen innerhalb der farbenreich zusammengewürfelten Gruppe und das konstante Misstrauen untereinander führen schließlich zur Katastrophe. Nur die drei Zivilisten überleben und fliegen mit dem Hubschrauber auf eine Paradiesinsel in eine wahrscheinlich bessere Zukunft.

In „Day of the Dead“ stehen zwei Weltanschauungen gegenüber, wie man mit der Bedrohung von außen umgehen könnte. Auf der einen Seite die Soldaten, die – you are either with us or against us – die Gefahr eliminieren wollen; und auf der anderen Dr. Logan, der die Gefahr wieder ins System integrieren möchte. Am Ende sind jedoch beide Möglichkeiten diskreditiert und der Unterschied zwischen den Menschen fressenden Zombies einerseits und den Zombies jagenden Militärs andererseits und auch dem an Zombies experimentierenden Dr. Logan verschwimmen immer mehr, je weiter der Film voranschreitet. Die Gesellschaft hat sich schon aufgelöst, und ohne soziale Kontrolle durch sie folgt der einzelne Mensch immer mehr seinen Instinkten – und unterscheidet sich dadurch nicht mehr von den Zombies. „They are us“, dieser Satz ist die radikale Quintessenz von George Romeros Zombiefilmen. Und damit unterschieden sie sich auch fundamental von italienischen Zombiestreifen à la Lucio Fulci oder dem Videospiel „Resident Evil“. Bezeichnenderweise sollte George Romero zuerst dessen Verfilmung übernehmen, stieg aber schon in der Vorproduktion nach kreativen Differenzen mit Produzent Bernd Eichinger aus dem Projekt aus.



 

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