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100-Dollar-Laptop

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Lorenz Matzat gibt in seinem Telepolis-Beitrag Der MIT-Professor und der digitale Graben einen kritischen  Überblick über das One Laptop Per Child Projekt (OLPC), das in diesen Tagen mit der Auslieferung der ersten 3.000 Geräte im Rahmen einer Testphase beginnen soll. Das Projekt wurde von Nicholas Negroponte, dem ehemaligen Leiter des Media Labs am Massachusetts Institute of Technology (MIT) ins Leben gerufen. Ziel dieses Projekts soll es sein, Entwicklungsländern preisgünstige Laptops auf Linux-Basis zur Weitergabe an Schulkinder für den Einsatz zum Lernen zur Verfügung zu stellen.

Matzat zitiert (ungenannte) Kritiker, die den hierarchischen Ansatz des Projekts bemängeln:

Ein stark hierarchischer Ansatz - top-down -, der mit einer weitflächigen massiven Ausbringung von Technik einen Entwicklungsschritt erzwingen will.

Entwicklungsarbeit finde heute auf Graswurzelebene statt und vor dem Start des Projektes würden dessen möglichen sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen, ökologischen und politischen Auswirkungen in Erwägung gezogen, um letztlich mit dem Projekt zu helfen und nicht ungewollt zu schaden. Das OLPC-Projekt hingegen habe solche Vorstudien nicht durchgeführt. Matzat zitiert aus Negropontes Rede vom RedHat Summit im Sommer 2006:

Die Weltbank fragt uns: 'Habt ihr Studien gemacht?' Nun ja, haben wir nicht. Aber wir haben keine Zeit für Pilotstudien. Diese Tage sind vorbei. Das ist ein Slam-dunk, solange wir es machen, machen, machen.

Matzat zitiert auch eine Kritik der NGO Fair am OLPC-Projekt,  worin die für Entwicklungsländer zu hohen Kosten genannt werden.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Herstellungsbedingungen. Zur Senkung der Produktionskosten lasse das OLPC-Projekt die Geräte von der chinesischen Firma Quanta fertigen - zu Arbeitsbedingen, die unter den westliegen Standards lägen:

Nach [extern] Aussagen unabhängiger Gewerkschaften in Hongkong, sind die Arbeitsbedingungen in den High-Tech-Fabriken Chinas schlecht, die Bezahlung liegt am unteren gesetzlichen Limit. Aufgrund ihrer Geschicklichkeit würden meist junge Frauen in der Technik-Branche beschäftigt, die oft nach nur wenigen Jahren gesundheitlich verschlissen wären. Zwar bescheinigt die kürzlich erschienene Studie [extern] Soziale Auswirkungen der Produktion von Notebooks des Öko-Instituts aus Freiburg, dass Quanta sich an die gesetzlichen Vorgaben hält. Doch schließt das eine permanente Überschreitung der Arbeitszeit durch Überstunden nicht aus - bis zu 60 Wochenstunden Arbeit sind üblich.

Als Informationsquelle empfiehlt Matzat am Ende die Website olpcnews.com.  

 

Tweets

@raizamn I was at the reception as representative of the Goethe-Institut to be there to answer questions of the students going to Germany.
@freakingcat Have a nice trip. Check the availability of Wikileaks in Egypt. :-)
@raizamn: You are in Indonesia ... cool!
@raizamn: Yes, it was a nice event. The mood was quite relaxed.
Heavy traffic on Sathorn Road. http://tweetphoto.com/35576158