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| Geschichten erzählen mit dem Computerspiel |
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Fazit
Hartmann ist es überzeugend gelungen, die Diskussion um Narration in Computerspielen zusammenzufassen und Widersprüchliches unter einem Dach zu vereinen. Dies gelingt ihm dadurch, dass er seine Diskussion teilweise sehr stark auf nur einige Aspekte fokusiert. Andere Meinungen werden zwar benannt, aber gleich im Anschluss wieder vom Tisch gefegt mit dem Hinweis, dass dies für seine eigene Fragestellung nicht wichtig sei.
Inhaltlich kann Hartmann zwar überzeugen, aber an den Formulierungen hätte er teilweise noch feilen können. Immer wieder trifft man beim Lesen auf holprig oder gar ungenau formulierte Stellen. Beispielsweise schreibt er über den Film „TRON“: „Die filmischen Computerspielwelten wurden bereits vollständig mit dem Computer geschaffen – was angesichts der seitdem vollzogenen technischen Entwicklung heute antiquiert und kurios wirkt.“ (S. 25) Damit sagt er eigentlich, dass computergenerierte Bilder an sich im Film heute antiquiert und kurios wären und nicht, dass die Graphiken dieses Films aus den Achtziger Jahren antiquiert wirken würden, weil sich die Qualität in der Zwischenzeit stark verbessert habe.
Insgesamt sind diese Unsauberkeiten allerdings so in der Minderzahl, dass sie nicht auf den Autor zurückfallen sondern auf seinen Verlag. Offensichtlich hat der LIT-Verlag zu sehr am Lektorat gespart. Dazu passt die billige Verarbeitung und das billige Papier des Buches – es fühlt sich in der Hand nicht gut an und die Seiten lassen sich schlecht umblättern.
Trotz allem: Bernd Hartmanns Arbeit selbst ist eine sehr anregende Lektüre, die das Themenspektrum Computerspiel und Literatur gut abdeckt, verschiedene Ansätze zusammenfasst und zu einem runden Ganzen synthetisiert.
Bernd Hartmann: Literatur, Film und Computerspiel.
Lit-Verlag, Münster 2004
168 Seiten, 14,90 Euro
ISBN 3-8258-8101-6
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